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Besonders kritisch sieht der TÜV die Versicherungspflicht für E-Scooter, dass bedeutet nämlich die Gleichstellung mit Kraftfahrzeugen. Erstmal nicht weiter schlimm, doch draus resultiert ein Mitnahmeverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln. “Ein Mitnahmeverbot in Bussen und Bahnen widerspricht dem Mobilitätsgedanken von E-Scootern”, so Richard Goebelt, Bereichsleiter Mobilität beim TÜV-Verband.

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Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club warnt vor chaotischen Zuständen und einem erhöhten Unfallrisiko. “Deutsche Radwege taugen nicht einmal für die sichere Abwicklung des vorhandenen Radverkehrs. Wenn zusätzlich eine Welle von E-Scootern durch die Innenstädte holpert, werden wir sehr unschöne Szenen und viele Unfälle erleben”, so ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork.

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Auch Kurt Sigl, Präsident des Bundesverbands eMobilität e.V. äußerte sich kritisch gegenüber der Verordnung. Seiner Meinung nach ist der Beschluss unserer Regierung, die Elektrokleinstfahrzeuge nur unter Einbehaltung strenger Regeln auf die Straße zu bringen, nicht zielführend. Vielmehr fordert er „Experimentierfelder, wie es sie in anderen Ländern und in vielen Großstädten auf der Welt längst gibt.“ Sigl spricht sich außerdem ganz klar für die Zulassung von E-Skateboards und einrädrige Elektrofahrzeugen aus. „Sie seien auch ohne Haltestangen sicher genug, um auf öffentlichen Wegen zu fahren.“